Verkehr & Tourismus

Luftverkehr - Schiffsverkehr - Bahnverkehr - Straßenverkehr

 
 
 

Durch eine Änderung im Personenbeförderungsgesetz zum 1. Januar 2013 wurde der innerdeutsche Fernlinienverkehr liberalisiert. Der Abstand zwischen zwei Fernbushaltestellen muss mehr als 50 km bzw. die Reisezeit mehr als eine Stunde betragen und die Personenbeförderung muss im Voraus genehmigt werden. Dadurch wird ein freier Wettbewerb zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern ermöglicht. Die Zahl der Fernlinienverbindungen in Deutschland wächst seither sehr stark. Während es vor der Liberalisierung nur 86 Verbindungen gab, sind es Anfang 2017 bereits über 250. Ebenso stieg die Beförderungsleistung exponentiell an und beträgt derzeit mehr als 7 Mrd. Pkm. Allerdings ist die durchschnittliche Auslastung der Linienfernbusse in Deutschland mit ca. 60 % noch nicht optimal.

Seit der Liberalisierung haben einige Fernbusunternehmer versucht, auf dem hart umkämpften Markt mit starkem Preisdruck standzuhalten. Es folgte eine große Konsolidierungswelle. Durch den Zusammenschluss von Mein Fernbus und Flixbus im Jahr 2015 sind schließlich die zwei größten Anbieter auf dem Markt zum dominierenden Fernbusunternehmen in Deutschland zusammengewachsen. Aktuell besitzt das unter dem Namen Flixbus gelistete Unternehmen mehr als 90 % des Marktanteils in Deutschland (Stand Januar 2017).

Erfahren Sie mehr über das Unternehmen:

 

Entwicklung

Sowohl das Unternehmen Flixbus als auch Mein Fernbus wurden im Jahr 2011 gegründet. Flixbus hatte seinen Unternehmenssitz in München, Mein Fernbus in Berlin. Beide profitierten von der Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs, konnten schnell expandieren und etablierten sich als die zwei führenden Fernbusanbieter in Deutschland. Seit dem Zusammenschluss im Jahr 2015 sind sie der mit Abstand größte Fernbusanbieter in Deutschland und verfügen mittlerweile sogar über das größte Fernbusnetz in ganz Europa. Mit der Fusion einigte man sich auf den Namen Flixbus, der sich auch international gut vermarkten lässt. So wird das Streckennetz seither auch europaweit ausgebaut. Aktuell ist Flixbus neben den deutschen Standorten auch in Paris, Mailand, Zagreb und Kopenhagen mit eigener Filiale vertreten. Derzeit werden ungefähr 1000 Ziele in 20 verschiedenen Ländern angeboten. Das sind ca. 100.000 Busverbindungen täglich. Mit rund 25 Mio. Fahrgästen jährlich hat der Fernbus bereits den innerdeutschen Flugverkehr überholt. Allerdings stellen diese Verkehrsmittel nur eine geringe Konkurrenz zueinander dar, da Fernbusnutzer überwiegend von der Bahn oder dem PKW zum Fernbus wechseln.

Geschäftsmodell

Flixbus bietet viele Serviceleistungen an, wie z.B. freies WLAN an Bord der Busse, Steckdosen oder der Verkauf von Snacks und Getränken.Die Vielzahl der angebotenen Buslinien wird durch die Kooperation mit lokalen Busunternehmen ermöglicht, welche unter der Marke Flixbus verkehren. Für die teilnehmenden Busunternehmen gibt es eine Basisvergütung, die durch entsprechende Sondervergütungen erhöht werden kann, beispielsweise bei einer besonders hohen Auslastung der Busse oder einer hohen Kundenzufriedenheit. Zudem ist es im Busverkehr einfacher als im Bahnverkehr, das Streckennetz zu erweitern, da die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden ist.

Der größte Anteil der Tickets wird direkt über die eigene Internetseite oder die Flixbus App vertrieben. Hier wirbt der Anbieter auch mit den günstigsten Tarifen und Rabattaktionen. Zudem ist es möglich, telefonisch über den Kundenservice, in den eigenen Verkaufsstellen, externen Reisebüros oder direkt im Bus Fahrscheine zu kaufen. Ticketpreise gibt es bereits ab fünf Euro. Wie auch bei anderen Verkehrsträgern werden die Preise jedoch durch das Yield Management berechnet und steigen mit der Auslastung der Busse.

Weitere Infos gib es hier: https://www.flixbus.de/