Verkehr & Tourismus

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Abgrenzung des Busverkehrs

Der Busreiseverkehr kann in den Gelegenheits- und den Linienverkehr unterteilt werden. Der größte Unterschied der beiden Verkehrsbereiche wird im PBefG über das Bereitstellungs- und Unterwegsbedienungsverbot definiert: So ist es beim Gelegenheitsverkehr nicht gestattet, Personen spontan während der Fahrt ein- oder aussteigen zu lassen. Das Busunternehmen muss garantieren, alle Fahrgäste gesammelt zum Ausgangspunkt zurück zu befördern. Im Linienverkehr hingegen können die Fahrgäste an bestimmten Haltestellen beliebig ein- und aussteigen.

Gelegenheitsverkehr

Zum Gelegenheitsverkehr gehören Busreiseveranstalter, Mietomnibusse und der Ausflugsverkehr. Mietomnibusse bilden mit drei Viertel Marktanteil das wichtigste Segment im Bereich Gelegenheitsverkehr. Sie erbringen die Verkehrsleistung, die vom Auftraggeber gewünscht wird. Dies kann z.B. eine Studienexkursion oder die Verkehrsleistung für einen externen Reiseveranstalter sein. Ein Busreiseveranstalter hingegen übt zusätzlich zur Beförderungsleistung noch eine Veranstaltertätigkeit aus und ist damit an das Reiserecht gebunden. Er bietet hiermit eine selbst organisierte Pauschalreise mit Beförderung und Unterkunft. Im Gegensatz zu anderen Verkehrsträger ist bei einer Busreise eine Reiseleitung vorhanden, welche die Gäste informiert und ständig als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Diese Aufgabe übernimmt häufig der Busfahrer selbst und ist ein geschätztes Merkmal von Busreisen. Auch Ausflugsfahrten werden vom Busunternehmen selbst organisiert, werden aber meist ohne Übernachtung angeboten. Touristisch genutzt wird der Bus auch im Urlaub, beispielsweise für Transfer oder Ausflüge.

Linienverkehr

Zum Linienverkehr zählen der Fernlinienverkehr und der ÖPNV. In Deutschland dominiert aktuell der ÖPNV, jedoch spielt auch der Fernlinienbusverkehr seit der Liberalisierung eine immer bedeutendere Rolle. Während der Überlandverkehr eine lange Zeit hauptsächlich zur Ergänzung des Bahnverkehrs in schlecht erschlossenen Regionen diente, dürfen heute auch Konkurrenzstrecken zur Bahn angeboten werden. Heute bietet der Fernlinienverkehr sowohl nationale als auch internationale Verbindungen an. Viele Busunternehmen sind auch in mehreren Bereichen aktiv. So werden die Busse unter der Woche oft im Linienverkehr und am Wochenende dann beispielsweise für Ausflüge eingesetzt.

 

Kennzahlen

  • Busflotte: In Deutschland gibt es laut dem RDA ca. 4000 private Busunternehmen und 78.000 Busse. Damit besitzt Deutschland nach den Ländern eine der größten Busflotten in Europa.
  • Umsatz: Das Bussegment generierte 2016 in Deutschland einen Bruttoumsatz von 10,5 Mrd. Euro (inklusive Leistungen aus Pauschalreisen). Der Umsatz der reinen Beförderungsleistungen belief sich auf ca. 6,6 Mrd. Euro, wobei der größte Teil mit 5,1 Mrd. Euro auf den Linienverkehr fiel.
  • Fahrgäste: 2016 nutzten ca. 25 Mio. Fahrgäste den Bus im Linienfernverkehr und 5,3 Mrd. im Liniennahverkehr.