Verkehr & Tourismus

Luftverkehr - Schiffsverkehr - Bahnverkehr - Straßenverkehr

 
 
 

Zum Kern der Managementaufgaben einer Linienfluggesellschaft gelangt man, wenn man die Abteilung der Flug- und Netzplanung betritt. Hier handelt es sich um die Planung des Flugproduktes im engsten Sinne: die Flugbeförderung, unberührt von den Machenschaften der Serviceleistungen, der Werbung oder des Absatzes. Es geht in der Netz- und Flugplanung darum, die Struktur des Streckennetzes zu bestimmen, auszubauen oder zu verringern. Dafür wird eine genaueste Markt- und Wettbewerbsbeobachtung durchgeführt, um die Bedürfnisse des Marktes zu kennen. Wenn diese Grundstruktur feststeht, werden im nächsten Schritt Flugverbindungen mit konkreten Abflugzeiten festgelegt. Später erfolgt die Zuweisung von Flugzeug und Personal zu den Verbindungen. Gleichzeitig wird geplant, welche Preise für die Sitzklassen auf jeder Verbindung gelten sollen. Die festgelegten Tarife werden im Verlauf der Buchungen bis zum Abflugtag hin nach oben oder unten gesteuert und der aktuellen Nachfrage- und Wettbewerbssituation angepasst. Aus  diesen Planungen entsteht das Grundprodukt „Flugbeförderung“ mit all seinen Tarifen und Beförderungsbestimmungen.


 

Ein immerwährendes Vorkommnis auf Flügen ist die Tatsache, dass fast alle Personen, die im selben Flugzeug fliegen, unterschiedliche Preise bezahlt haben. Dies liegt an den täglichen Aktivitäten des Revenue Managements, das als Synonym für das Yieldmanagement verwendet wird. Da das Revenue Management und das Preismanagement eng zusammenarbeiten, wird auch das Preismanagement in diesem Themenbereich vorgestellt. Diese beiden Abteilungen behandeln alles rund um die Entstehung des Preises, der für den Kunden sichtbar ist. Außerdem plant das Revenue Management die Überbuchungsraten für alle Flüge.

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Die Wünsche und Empfehlungen des Netzmanagements werden an die Flugplanung übergeben und dort auf die Möglichkeit ihrer Realisierung hin überprüft. Es wird versucht, das Streckenprogramm mit den Frequenzen und Abflugtagen so anzubieten, wie es dem Netzmanagement durch genaue Berechnungen am meisten wirtschaftlich erscheint. Da die Linienfluggesellschaft in das Öffentlichkeits- und Staatssystem eingebettet ist, unterliegt auch die Flugplanung bei der Koordination der Strecken zahlreichen Restriktionen, z. B. vorgeschriebene Höchsteinsatzzeiten des Flugpersonals, Bedingungen zur Flugzeugwartung, Zeitzoneneinflüsse oder Nachtflugverbote.

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Typische Schlagworte für die Aufgaben des Netzmanagements könnten sein: Zukunft gestalten, Ziele umsetzen, Nachfrage leben. Grund für die hohe Zukunftsorientierung ist der, dass bei einer Linienfluggesellschaft das Flugprodukt lange im Voraus geplant werden muss. Dabei spielen langfristige Unternehmensziele, Bestrebungen um Marktanteile sowie die zukünftige Nachfrage am Markt eine wichtige Rolle. Auch Flugzeuge, die millionenschwere Aufträge darstellen, müssen bei einem Ausbau des Streckennetzes Jahre vorher bestellt werden. Daher finden im Netzmanagement genaue Auseinandersetzungen mit den verschiedenen Flugzeugtypen, der Nachfrage und dem Wettbewerb statt.

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