Verkehr & Tourismus

Luftverkehr - Schiffsverkehr - Bahnverkehr - Straßenverkehr

 
 
 

Ferienfluggesellschaften werden auch als Charterfluggesellschaften bezeichnet. Dabei werden die Begriffe Gelegenheitsverkehr, Charterverkehr, Bedarfsflugverkehr, Orderverkehr oder Anforderungsverkehr oft synonym verwendet. Auf europäischen Ferienflugrouten und im Nordatlantik hat sich das Konzept des Ferienflugs in den 1960er und 1970er Jahren aus einer starken touristischen Nachfrage nach Lufttransport entwickelt, die nicht so strikt reguliert wurde wie das Angebot der Linienfluggesellschaften. Ferienfluggesellschaften sind häufig Bestandteil der großen integrierten Touristikkonzerne, wie beispielsweise der TUI Group, oder sie sind eine konzernunabhängige Gesellschaft. Hauptmerkmal ist der Gelegenheitsverkehr zu Feriendestinationen. Ferienfluggesellschaften befördern im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern Pauschalreisende im Bedarfsluftverkehr nach festen Abflugzeiten oder als Linienflüge.

Unternehmen FerienFerienfluggesellschaften sind selbstständig oder Tochtergesellschaften von Reiseveranstaltern. Sie zählen zum Geschäftsmodell der virtuellen Fluggesellschaft, da sie sich nur auf das Kerngeschäft, den Passagiertransport, konzentrieren. Alle anderen Funktionen werden durch Auslagerung an andere Unternehmen erfüllt.

Netzkonzept FerienDas Netzwerk besteht aus Mittel- und Langstrecken. Dabei werden regionale und internationale Flughäfen angeflogen, die sich hauptsächlich in Ferienregionen befinden. Außerdem werden in der Regel Punkt-zu-Punkt-Verbindungen angeboten.

Flotte FerienDie Flotte ist heterogen. Ferienfluggesellschaften besitzen jedoch nur selten Großraumflugzeuge. Die Kapazität der kleinen bis mittelgroßen Düsenflugzeuge liegt zwischen ca. 150 bis 250 Sitzplätzen.

PersonalstrukturDie Personaldichte ist geringer als bei Linienfluggesellschaften. Ferienfluggesellschaften fliegen in der Regel nur mit der vorgegebenen Mindestanzahl an Kabinenpersonal.

MarketingkonzeptEs gibt auf den kontinentalen Strecken meist eine Beförderungsklasse, auf interkontinenatlen Strecken zwei Klassen auf mittlerem Serviceniveau. Der Preis für den Flug ist ein Teil des Reiseveranstalterpreises für die gesamte Reise. Der Vertrieb erfolgt indirekt über die Kontingente der Reiseveranstalter und Reisemittler via GDS. Außerdem können Einzelplätze über Internet und Call Center gebucht werden. Werbung ist ein wichtiges Kommunikationsmittel. Die Zielgruppe von Ferienfluggesellschaften beschränkt sich auf Privatreisende.

Beispiel FerienZu den größten und bekanntesten Ferienfluggesellschaften zählen Thomson Airways, Condor, TUIfly, Air Berlin und SunExpress. Die Geschäftsmodelle dieser Fluggesellschaften beinhalten viele Aspekte des theoretischen Geschäftsmodells von Ferienfluggesellschaften.